Transgenerationalität
Transgenerationalität, also die Weitergabe von Erfahrungen über Generationen hinweg, ist ein faszinierendes Phänomen.
Stellt euch vor, ein Trauma, wie es z.B. durch Krieg oder Gewalt entsteht, wird nicht nur von der betroffenen Person selbst erlebt, sondern kann auch an die Kinder, Enkelkinder und sogar Urenkel weitergegeben werden.
Das klingt unglaublich, ist aber wissenschaftlich belegt!
Dieses vererbte, generationsübergreifende Trauma kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen: Ängste, Depressionen oder eine erhöhte Stressanfälligkeit sind nur einige Beispiele. Besonders bekannt ist dies bei den Nachkommen von Holocaust-Überlebenden.
Auch in meiner Praxis habe ich schon mit Klienten gearbeitet, die mit diesem vererbten Trauma zu kämpfen haben. Es ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft und Verständnis erfordert.
Mehr dazu erfahrt ihr in meinem Blogbeitrag “Glaubens-Sätze” unter der Rubrik “Blog”.
Wer tiefer in die wissenschaftlichen Hintergründe eintauchen möchte, sollte sich die Studien am Max Planck Institut in Wien ansehen.
Dort hat der renommierte Epigenetiker Dr. Nicola Iovina 2017 als Erster nachgewiesen, dass epigenetische Veränderungen über die Spermien und Eizellen an die Nachkommen weitergegeben werden können.
Er hat dabei mit Fruchtfliegen experimentiert!
Ein spannendes Thema, das zeigt, wie eng Körper und Geist miteinander verbunden sind und wie Erfahrungen, Generationen prägen können.
